Solartechnik



Für die nächsten 50 bis 100 Jahre bzw. bis zum Erreichen einer Serienproduktion von Kernfusionsreaktoren wird die Stromproduktion durch Photovoltaik die einzige, wirkliche Alternative sein.
Auf die Vorteile einer Stromproduktion durch Photovoltaik soll im folgenden eingegangen werden.

Platzbedarf:
Der theoretische Platzverbrauch von Solaranlagen geht gegen null, da diese auf Gebäudedächern montiert und betrieben werden können.
In der Praxis hingegen ist es schwer für große Solaranlagen Platz auf Dächern zu finden, da Anlagenbetreiber und Dachbesitzer oft nicht die selbe Person sind, was zur Folge hat, dass Solaranlagen oft auf freien Flächen aufgestellt werden. Hier besteht insbesondere für die Wohnungsindustrie ein großes Potenzial ihre Immobilien mit Photovoltaikanlagen auszustatten und so bei überschaubaren laufenden Kosten Einnahmen zu erzielen.

Kosten:
Durch mehrere Faktoren wie technischer Fortschritt, weltweiter Wettbewerb, Massenproduktion haben sich die Kosten pro Solarmodul in den letzten Jahren verringert. (1) Mittlerweile bauen Energieversorger Solarkraftwerke ohne Förderung. (2) Auch im privaten Bereich sind mittlerweile gute Renditen zu erzielen. Ein Beispiel für Amortisationsdauer von kleinen Photovolatikanlagen ist hier zu finden.


Sicherheit:
Im Vergleich zu anderen Kraftwerken sind die wirklichen Sicherheitsrisiken die von Solarzellen gering. Durch herunterfallende Solarzellen kann es zu Schäden kommen und auch ein Brand ist nicht ausgeschlossen. Letzterer Punkt kann aber auf jedes Gerät zutreffen, das mit Elektrizität betrieben wird.

Umweltbelastung:
Im Vergleich zu Kraftwerken, die auf fossilen Brennstoffen basieren, kommt es bei Photovoltaik während der laufenden Stromproduktion zu keinem Ausstoß von Gasen oder Elementen jeglicher Art. Lediglich beim Produktionsprozess fallen Nebenprodukte an. Nach einer Betriebsdauer von bis zu 30 Jahren pro Modul, können diese recycelt und theoretisch zu neuen Modulen verarbeitet werden. (3)

Nachteile:
Da die Sonne nicht den ganzen Tag scheint, gibt es Zeiträume die gepuffert werden müssen. Da bedarf es nach wie vor neuer Speichermöglichkeiten.
Ebenfalls die Wintermonate sind in unseren Breitengraden ein Problem, da Solarzellen dann zum Teil weniger als die Hälfte an Leistung bringen. Ein großflächiger Ausbau könnte da Abhilfe schaffen um auch an ertragsarmen Tagen genug Strom zu haben.
Eine Möglichkeit wäre bei Überproduktion z.B. während den Sommermonaten eine Umwandlung in LOHC vorzunehmen, welche als sicheres Speichermedium dienen. (4)


Quellen:
(1) https://www.erneuerbareenergien.de/solarpark-in-deutschland-kommt-ohne-foerderung-aus

(2) https://www.solaranlage-ratgeber.de/photovoltaik/photovoltaik-wirtschaftlichkeit/preisentwicklung-solarmodule

(3) http://www.sonnenseite.com/de/wirtschaft/europas-groesstes-solarmodul-recycling-werk-eroeffnet.html

(4) https://www.hydrogenious.net/index.php/de/hydrogen-2/